„Cumshot to hell“ von Suzanne Black

Nachdem ihm von einem fickfidelen Engel seine Macht eingeblasen (jepp, genau das!) wurde, wird Amabiel zum Dämonenjäger. Seine Waffe: Sein Schoß! Seine besonderen Talente liegen unterhalb der Gürtellinie und anstatt Taschen voll Weihwasser-Fläschchen mit sich herum zu schleppen, produziert er säckeweise Weih-Sperma, mit dem er nach dem finalen Stoß die teuflisch-sexy und vor allem voll befriedigte weibliche Brut zurück in die Tiefen der Hölle schickt.
Dann sucht eine neue Nemesis Amabiels Stadt heim – Nagratam, dessen Existenz in keinem seiner magischen Bücher erwähnt wird und der immer mehr Menschen um sich herum schart, die in wilden Orgien mit fiesen Gestaltwandlern für dämonischen Nachwuchs sorgen sollen. Amabiel gerät bei seinen Ermittlungen in tödliche Gefahr, da die erotisierende Magie Nagratams die Kontrolle über seine tödlichste Waffe übernimmt…

Die vordergründig sehr innovative Grundidee des Schwengel schwingenden Gotteskriegers mit dem Super-Sperma kann man „Cumshot to hell“ von Suzanne Black nun wirklich nicht absprechen. Das wäre es dann aber auch schon so ziemlich.
Die Story ist recht dünn – geheimnisvolles Wesen startet Übergriff auf die Stadt, hält eine holde Jungfer zwecks dämonischer Besamung gefangen und der männlich-markante Engelskrieger mit der magischen Standarte epischen Ausmaßes eilt zur Rettung von Stadt und Brutkasten herbei, nicht ohne ein paar brontal-sexuelle ermittlungstechnische Zick-Zack-Kurse über und durch die Körper williger Wesen zu nehmen. Da wären ein paar anständige Folterszenen echt gnädig gewesen!

Die sexuellen Eskapaden des Protagonisten mit diversen paranormalen Wesen werden im Titel als erotisch angekündigt, können dem selbst auferlegten Anspruch jedoch keinesfalls gerecht werden. Nichts gegen die explizite Benennung von Körperteilen und der entsprechenden Beschreibung der passenden Übungen zur körperlichen Ertüchtigung. Wenn dabei dann aber die haarigen Laien-Darsteller schlechtester Internetvideos 1:1 durch haarige und/oder beißfreudige Wesen ersetzt werden und dies in eine abwertende Beschreibung der weiblichen und eine Glorifizierung der männlichen Körperteile mündet sowie jede Frau auf Brüste, Vagina und Darmausgang reduziert wird, törnt dies ziemlich ab.
Die Szenen zwischen dem ganzen Geschlechtsverkehr sind nicht wirklich gut, aber auch nicht abgrundtief schlecht – einfach nichtssagend und vorhersehbar. Von den Protagonisten kann man ebenfalls nicht mehr erwarten.

Fazit: Was lernen wir aus diesem Buch? 1. Weih-Sperma hilft nicht gegen Gestaltwandler und Vampire! 2. Vögel dich nie um den Verstand, wenn du damit deinen Job gefährdest (und/oder dein Leben)! 3. Die Idee „Dämonen-Porno“ ist nur halb so lustig, wie sie klingt!

Bewertung: Abgetörnte 2/15 Punkten!!!

Verlag: Juicy Books
ASIN: B005GJF2LW

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„Ein Vampir liebt auch zweimal“ von Katie MacAlister

Corazon hätte gar nichts gegen einen neuen Mann in ihrem Leben, nachdem der letzte von ihrer Freundin übernommen wurde – nicht, dass es sie stören würde, den Idioten an sie abzutreten. Der einzige Mann, der ihre Gedanken beherrscht, ist jedoch ein blutrünstiger, grünäugiger Vampir, den sie in einer Rückführungszeremonie neben ihrem toten, früheren Ich gesehen hat.
Dann überschlagen sich die Ereignisse und Cora gerät mit einem Höllenfürsten aneinander, wird zu einem Werkzeug eben selbigen und von ihm daraufhin mit der neuen Frau ihres Ex ins Abaddon geschickt. Was für ein toller Tag!

Auf der Suche nach dem Ausweg aus der Hölle entdeckt sie einen sterbenden Vampir und kann nicht gegen ihr Pflichtgefühl an, das ihr gebietet, ihm ein wenig ihres Blutes zu geben.
Hätte sie gewusst, dass Alec der Dunkle aus ihrem früheren Leben ist und sie mit ihm vom Rat der Dunklen, machtgeilen Mönchen und noch machthungrigeren Höllenfürsten gejagt wird, während irgendwer ihr früheres, verdammt nerviges Ich wieder zum Leben erweckt hat, hätte sie ihrem Gewissen wohl einen Maulkorb verpasst…

„Ein Vampir liebt auch zweimal“ ist der neueste Band der „Dark Ones“-Reihe von Katie MacAlister (Egmont Lyx) – allerdings keinesfalls einer der stärkeren Bände. Das Potential der Geschichte wird bis auf ein paar nette Ideen und Wendungen einfach nicht voll ausgeschöpft.
Schön ist, dass einige alte Bekannte erneut auftauchen, was bei dieser Geschichte rund um den zuvor eher negativ besetzten Alec besonders im Hinblick auf Pia und Kristoff Sinn macht. Aber auch der Lich Urluf, der Höllenfürst Bael und die Wächterin Noelle treten mehrfach in Erscheinung.

Mittlerweile scheinen Katie MacAlister jedoch ein wenig die Ideen auszugehen, denn das alte „die Auserwählte rettet seine Seele“-Spiel beginnt schon nach wenigen Seiten und die Errettung des Dunklen gibt es schon zur Halbzeit des Buches. Das darauf folgende Dauergeturtel der beiden in den unpassendsten Situationen übersteigt dann deutlich die Spannung der restlichen noch folgenden Verwicklungen, die zudem arg vorhersehbar sind und nebenbei laufen. Stachen die vorherigen Bände durch großartige Schnellschuss-Dialoge hervor, bei denen man einfach laut lachen musste, kommen diese trotz der wie immer kurzweiligen Schreibe hier leider einfach zu kurz.

Fazit: Dieser neunte Band der Reihe um die „Dark Ones“ ist wie immer fluffig geschrieben und nett zu lesen, allerdings trotz des Wiedersehens mit einigen alten Bekannten längst nicht so lustig wie seine Vorgänger – und einige Wendungen wiederholen sich leider mittlerweile auch.

Bewertung: Etwas inspirationslose 8/15 Punkten!!!

Verlag: Egmont LYX
ISBN: 978-3802587962

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„Night Sky 1 – Sklave des Blutes“ von Stephanie Madea

Jonas Baker kehrt nach 100 Jahren selbstauferlegter Einsamkeit zur Beerdigung seine plötzlich verstorbenen Vaters nach Hause zurück und soll als neues Oberhaupt seiner Vampir-Familie seinen Platz einnehmen – wozu er sich als schwarzes Schaf der Familie allerdings nicht in der Lage sieht und am liebsten sofort wieder die Flucht antreten würde.
Als ein Attentäter das Flugzeug der Pilotin Cira kapert und zum Absturz bringen will, rettet Jonas ihr das Leben und beide fühlen sich sofort zueinander hingezogen. Aber Jonas darf kein Blut von menschlichen Frauen trinken, um seiner Sucht nicht zu erliegen und er widersteht der Anziehung. Dann aber häufen sich die mysteriösen Anschläge auf Cira, eine alte Prophezeiung taucht auf und Ciras Freundin, die Journalistin Amber, lernt einen Schattenwandler kennen. Dem Vampir bleibt nichts anderes übrig, als in der Nähe der einen Frau zu bleiben, die er nicht haben darf und sich einer unheimlichen Macht entgegen zu stellen, die über Leichen geht, um an Cira zu gelangen…

„Night Sky 1 – Sklave des Blutes“ ist der erste Band einer Urban-Fantasy-Trilogie von Stephanie Medea (Sieben Verlag) und vereint vor der düsteren Kulisse von San Francisco eine geheimnisvolle Prophezeiung, die dämonische Begierden erweckt, mit einer emotionalen Liebesgeschichte.
Stephanie Medea entwickelt ihre Geschichte in einem sehr flüssigen, angenehmen Stil aus unterschiedlichen Perspektiven, so dass man sowohl Jonas’ als auch Ciras Gedanken und Gefühlen immer folgen kann, selbst wenn sie getrennt sind. Besonders sind die Wechsel zur Perspektive der schnoddrigen und kaltblütigen, aber durchaus witzigen Dämonin Lilith, wobei der Tempus-Wechsel in diesen Szenen zunächst verwirrt, zumal eigentlich alles parallel stattfindet.

Jonas ist der klassische „tortured hero“, dessen alte und neue Freunde ebenfalls ihre Päckchen zu tragen haben – die man dann wohl in den Folgebänden auspacken wird. Aber auch Cira trägt Ballast mit sich herum und so ist es nicht nur wegen der sehr unterschiedlichen Naturen der beiden nicht einfach, eine tragfähige Beziehung aufzubauen. Das ist manchmal sehr dramatisch und vielleicht ein wenig kitschig, aber es passt für einen entspannten Sonntag auf der Couch einfach alles zusammen.

Fazit: Auftaktband einer düsteren Urban-Fantasy-Trilogie, in der sich so ziemlich jedes vorstellbare paranormale Wesen tummelt, aber eine Ladung heißer, gebeutelter Vampire und eine hintertückische Dämonin im Vordergrund stehen. Auch wenn der erste Band in sich abgeschlossen ist, wird sich die spannende und noch arg geheimnisvolle Grundstory über alle Bände hinziehen – Potential dazu hat sie auf jeden Fall!

Bewertung: Richtig gute 11/15 Punkten!!!

Verlag: Sieben Verlag
ISBN: 978-3941547353

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„Gebieter des Sturms“ von Thea Harrison

Die dunkle Fae Tricks, die sich jetzt wieder Niniane nennt, erhebt nach dem Tod ihres Onkels und Mörders ihrer Familie Anspruch auf den Thron der dunklen Fae und verlässt die Wyr, die ihr vor 200 Jahren ein neues Zuhause gaben.
Donnervogel Tiago, Anführer von Dragos Armee und einer der ältesten, einst als Gott verehrter Wyr, vermisst die quirrlige Fae ja schon irgendwie. Aber erst als er im Fernseher sieht, wie sie sich gegen drei Attentäter zur Wehr setzt und dabei verletzt wird, weckt das ganz unerwartete und unbekannte Gefühle in ihm – Wut und einen merkwürdigen Beschützerinstinkt, der ihn sofort auf die Suche nach ihr gehen lässt.
Weitere Anschläge auf das Leben der Thronerbin und gefährliche politische Veränderungen bei den Alten Völkern machen Tiago klar, dass er Niniane weder verlassen kann noch möchte. Während die Spannung zwischen den beiden immer größer wird, muss auch Niniane sich entscheiden, ob sie Tiago ihr Vertrauen schenken kann und eine Beziehung gegen jede Vernunft und gesellschaftliche Norm eingehen will…

„Gebieter des Sturms“ ist der zweite Band der Urban-Fantasy-Serie von Thea Harrison (Egmont Lyx). Erneut geht es um politische Irrungen und Wirrungen zwischen den Fae (dunklen wie hellen), den Wyr und den Vampiren, die als die „Alten Völker“ in dieser Welt schon seit Jahrhunderten einen festen Platz eingenommen haben.
Natürlich weiß man ab der ersten Seite, wo das alles endet, denn komplett neu erfunden wird hier nix – aber der Weg dahin ist gespickt mit vielen Dialogen, die ein Lachen ins Gesicht zaubern, einer mitreißenden emotionalen Spannung und wirklich prickelnden erotischen Szenen, die Thea Harrison geschickt einbaut.

Tricks, die zwischen Angst, Selbstaufopferung und Verantwortungsgefühl hin und her schwankt und verzweifelt versucht, in ihrer neuen Rolle eine coole und freche Fassade aufrecht zu erhalten, fesselt dabei mindestens genauso wie der knallharte, abgestumpfte und höllisch sexy Tiago, der auf seine „alten Tage“ seine butterweiche Seite neu entdeckt. Die beiden necken und streiten sich herrlich, wobei sie auch in den traurigen Szenen in den Bann ziehen. Die Widerstände, gegen die sie zu kämpfen haben, werden glücklicherweise nicht einfach unter den Teppich gekehrt und führen zu glaubwürdigen Kompromissen.

Fazit: Urban Fantasy voll paranormaler Wesen, witziger Dialoge und einer Menge Erotik – noch frecher und intensiver als der erste Band um die „Elder Races“, was an der tollen Kombination von Wyr Tiago und Fae Niniane liegen mag.  Und mit einem kleinen Ausblick auf Band drei, der schon so einiges verspricht…

Bewertung: Noch immer grinsende 12/15 Punkten!!!

Verlag: Egmont LYX
ISBN: 978-3-8025-8650-7

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