Der 12jährige Waisenjunge Hugo Cabret lebt versteckt im Bahnhof und repariert die Uhren – eigentlich der Job seines verschwundenen Onkels. Hugo versucht nicht aufzufallen, vermeidet Beziehungen zu anderen Menschen und hat nur eine wahre Leidenschaft: Den kaputten mechanischen Mann, das letzte Projekt seines verstorbenen Vaters, mit dem Hugo sich eine Zukunft als Zauberer aufbauen möchte und an dem er in jeder freien Minute werkelt.
Da wird Hugo vom alten Papa Georges und seiner Nichte Isabelle in deren Laden beim Stehlen von Spielzeug erwischt – und der alte Griesgram klaut wiederum Hugo das Notizbuch voller Zeichnungen, seiner einzige Verbindung zu seinem toten Vater und der Lösung des Rätsels um den mechanischen Mann. Und schon steckt Hugo mittendrin in einem Abenteuer, das nicht nur sein eigenes Leben von Grund auf verändern wird…
Brian Selznick hat ein Buch mit einer wunderschönen Geschichte in einer außergewöhnlichen Form erschaffen – die Verbindung von Text und Bildergeschichte in „Die Entdeckung des Hugo Cabret“ (cbj) ist so perfekt, die Übergänge sind derart fließend und die Bilder gewaltig in ihrer Sprache und gleichzeitig doch wieder so einfach gehalten, dass man als Leser aus dem Staunen und (Mit)Fühlen nicht mehr heraus kommt. Eingearbeitet sind Original-Zeichnungen aus den Szenen „bewegter Bilder“, die in ihrer Fülle einfach nur Lust machen, sich diese ersten Filme anzuschauen.
Die Geschichte an sich ist ein Klassiker: ein Waisenjunge, ein grummeliger Alter, ein junges Mädchen und ein Geheimnis, das es zu lösen gilt. Aber Selznick schafft es, den Leser zu fesseln und an seine Figuren zu binden – und lässt einen das Buch erst nach der letzten Seite bedauernd wieder aus der Hand legen.
Fazit: Wunderschöne, bildgewaltige Geschichte über das Leben verändernde Zufälle und die Geschichte des Films – unbedingt lesen!
Bewertung: Berührte 14/15 Punkten!! Wer sich jetzt fragt, warum es einen Punktabzug gibt: Das Buch stinkt erbärmlich…
Verlag: cbj
ISBN: 978-3-570-22118-1
