Der Vater war ein Serienmörder, der auf dem elektrischen Stuhl gelandet ist, die Schulschönheit Sandra Wellington nimmt ihn überhaupt nicht wahr und Jake Dunnes’ Football-Gang macht sich einen Spaß daraus, ihn regelmäßig seine Unterlegenheit spüren zu lassen – der Teenager Alex Fairlane hat wirklich das ein oder an der Problem an der Backe und keine Idee, wie er endlich sein Leben in den Griff bekommt.
Jimmy, der vorlaute Dämon in handlicher Ü-Eier-Größe, sieht das ganz anders: Eine Kippe, ein Bier und dann gib Gummi!
Alex braucht ein paar Anläufe, aber dann sieht er ein, dass sich zu wehren die Situation verändert und lässt sich von Jimmy zu einigen weitreichenden und definitiv lebensverändernden Handlungen animieren…
„Jimmy – Der Dämon auf meiner Schulter“ von Frank Schürmanns-Maasen ist der ideale Roman zur Psychohygiene – hier spritzt das Blut, hier knackt der Knochen und das ist ja auch durchaus Sinn der Sache.
Der Anfang ist sowohl sprachlich als auch im Hinblick auf die Handlung recht holprig, besonders die Traumsequenz fällt völlig aus dem Rahmen und erschwert den Einstieg in die Geschichte eher noch.
Den Serienmörder in der Familie hätte es gar nicht gebraucht, um Alex genügend Gründe für seine Wut zu geben, der alltägliche Wahn an seiner Schule und die andauernden Demütigungen hätten dafür schon gereicht. Jimmy dagegen ist vom ersten Moment an klein, gemein, mit einer riesen Klappe am Leib und dem ein oder anderen hinterlistigen Schachzug im Gepäck und genau dadurch fies-sympathisch.
Mit fortschreitender Geschichte wird alles runder und Frank Schürmanns-Maasen findet zu einem Stil, der fesselt und bei dem man durchaus schmunzeln kann, wenn z.B. der Dämon Filme kommentiert.
Fazit: Rotzig-frecher Horror-Roman nicht nur für Teenies, der trotz vorhersehbarer Story Spaß macht und so einige Wunschvorstellungen aus Schulzeiten endlich wahr werden lässt – wenn man denn auf eine ordentliche Portion Blut, Gehirn, Massaker steht und keinen psychologischen Tiefgang erwartet.
Bewertung: Splatterige 8/15 Punkten!!!
ASIN: B0087CP3GE
Name: Frank Schürmanns-Maasen
Alter: 36
Wohnort: Krefeld/NRW
Berufliches Standbein neben dem Schreiben: Justizvollzugsbeamter
Wieso ist es das Genre Fantasy geworden?
Hm, gute Frage. Zum einen wohl, weil ich seit meinem zehnten Lebensjahr diverse Rollenspiele wie D&D und andere RSPs spiele, das hat mich genauso geprägt wie die Phantasien von Menschen wie Steven Spielberg oder George Lucas. Außerdem erhält man gerade im Genre der Fantasy die einzigartige Möglichkeit, ganze Welten zu erschaffen, mit allem was dazu gehört. Man ist völlig frei. Das ist toll.
Das „3×3“-Kurzinterview
Drei Menschen, die ich gern mal treffen würde:
Steven Spielberg, Terry Pratchett, Stan Lee
Drei Dinge, die ich unbedingt zum Schreiben brauche:
Nur eins – mein Notizbuch!
Drei Figuren aus Literatur oder Film und ihre Fähigkeiten, die für mich die perfekte Kombination bilden würden:
Wickie (dem fällt IMMER was ein), John McClane (der gibt NIEMALS auf), Gustav Gans (der hat das Glück gepachtet)
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