Corazon hätte gar nichts gegen einen neuen Mann in ihrem Leben, nachdem der letzte von ihrer Freundin übernommen wurde – nicht, dass es sie stören würde, den Idioten an sie abzutreten. Der einzige Mann, der ihre Gedanken beherrscht, ist jedoch ein blutrünstiger, grünäugiger Vampir, den sie in einer Rückführungszeremonie neben ihrem toten, früheren Ich gesehen hat.
Dann überschlagen sich die Ereignisse und Cora gerät mit einem Höllenfürsten aneinander, wird zu einem Werkzeug eben selbigen und von ihm daraufhin mit der neuen Frau ihres Ex ins Abaddon geschickt. Was für ein toller Tag!
Auf der Suche nach dem Ausweg aus der Hölle entdeckt sie einen sterbenden Vampir und kann nicht gegen ihr Pflichtgefühl an, das ihr gebietet, ihm ein wenig ihres Blutes zu geben.
Hätte sie gewusst, dass Alec der Dunkle aus ihrem früheren Leben ist und sie mit ihm vom Rat der Dunklen, machtgeilen Mönchen und noch machthungrigeren Höllenfürsten gejagt wird, während irgendwer ihr früheres, verdammt nerviges Ich wieder zum Leben erweckt hat, hätte sie ihrem Gewissen wohl einen Maulkorb verpasst…
„Ein Vampir liebt auch zweimal“ ist der neueste Band der „Dark Ones“-Reihe von Katie MacAlister (Egmont Lyx) – allerdings keinesfalls einer der stärkeren Bände. Das Potential der Geschichte wird bis auf ein paar nette Ideen und Wendungen einfach nicht voll ausgeschöpft.
Schön ist, dass einige alte Bekannte erneut auftauchen, was bei dieser Geschichte rund um den zuvor eher negativ besetzten Alec besonders im Hinblick auf Pia und Kristoff Sinn macht. Aber auch der Lich Urluf, der Höllenfürst Bael und die Wächterin Noelle treten mehrfach in Erscheinung.
Mittlerweile scheinen Katie MacAlister jedoch ein wenig die Ideen auszugehen, denn das alte „die Auserwählte rettet seine Seele“-Spiel beginnt schon nach wenigen Seiten und die Errettung des Dunklen gibt es schon zur Halbzeit des Buches. Das darauf folgende Dauergeturtel der beiden in den unpassendsten Situationen übersteigt dann deutlich die Spannung der restlichen noch folgenden Verwicklungen, die zudem arg vorhersehbar sind und nebenbei laufen. Stachen die vorherigen Bände durch großartige Schnellschuss-Dialoge hervor, bei denen man einfach laut lachen musste, kommen diese trotz der wie immer kurzweiligen Schreibe hier leider einfach zu kurz.
Fazit: Dieser neunte Band der Reihe um die „Dark Ones“ ist wie immer fluffig geschrieben und nett zu lesen, allerdings trotz des Wiedersehens mit einigen alten Bekannten längst nicht so lustig wie seine Vorgänger – und einige Wendungen wiederholen sich leider mittlerweile auch.
Bewertung: Etwas inspirationslose 8/15 Punkten!!!
Verlag: Egmont LYX
ISBN: 978-3802587962
[...] Rezension von Sandra von Magische Welten. [...]