„Night Sky 1 – Sklave des Blutes“ von Stephanie Madea

Jonas Baker kehrt nach 100 Jahren selbstauferlegter Einsamkeit zur Beerdigung seine plötzlich verstorbenen Vaters nach Hause zurück und soll als neues Oberhaupt seiner Vampir-Familie seinen Platz einnehmen – wozu er sich als schwarzes Schaf der Familie allerdings nicht in der Lage sieht und am liebsten sofort wieder die Flucht antreten würde.
Als ein Attentäter das Flugzeug der Pilotin Cira kapert und zum Absturz bringen will, rettet Jonas ihr das Leben und beide fühlen sich sofort zueinander hingezogen. Aber Jonas darf kein Blut von menschlichen Frauen trinken, um seiner Sucht nicht zu erliegen und er widersteht der Anziehung. Dann aber häufen sich die mysteriösen Anschläge auf Cira, eine alte Prophezeiung taucht auf und Ciras Freundin, die Journalistin Amber, lernt einen Schattenwandler kennen. Dem Vampir bleibt nichts anderes übrig, als in der Nähe der einen Frau zu bleiben, die er nicht haben darf und sich einer unheimlichen Macht entgegen zu stellen, die über Leichen geht, um an Cira zu gelangen…

„Night Sky 1 – Sklave des Blutes“ ist der erste Band einer Urban-Fantasy-Trilogie von Stephanie Medea (Sieben Verlag) und vereint vor der düsteren Kulisse von San Francisco eine geheimnisvolle Prophezeiung, die dämonische Begierden erweckt, mit einer emotionalen Liebesgeschichte.
Stephanie Medea entwickelt ihre Geschichte in einem sehr flüssigen, angenehmen Stil aus unterschiedlichen Perspektiven, so dass man sowohl Jonas’ als auch Ciras Gedanken und Gefühlen immer folgen kann, selbst wenn sie getrennt sind. Besonders sind die Wechsel zur Perspektive der schnoddrigen und kaltblütigen, aber durchaus witzigen Dämonin Lilith, wobei der Tempus-Wechsel in diesen Szenen zunächst verwirrt, zumal eigentlich alles parallel stattfindet.

Jonas ist der klassische „tortured hero“, dessen alte und neue Freunde ebenfalls ihre Päckchen zu tragen haben – die man dann wohl in den Folgebänden auspacken wird. Aber auch Cira trägt Ballast mit sich herum und so ist es nicht nur wegen der sehr unterschiedlichen Naturen der beiden nicht einfach, eine tragfähige Beziehung aufzubauen. Das ist manchmal sehr dramatisch und vielleicht ein wenig kitschig, aber es passt für einen entspannten Sonntag auf der Couch einfach alles zusammen.

Fazit: Auftaktband einer düsteren Urban-Fantasy-Trilogie, in der sich so ziemlich jedes vorstellbare paranormale Wesen tummelt, aber eine Ladung heißer, gebeutelter Vampire und eine hintertückische Dämonin im Vordergrund stehen. Auch wenn der erste Band in sich abgeschlossen ist, wird sich die spannende und noch arg geheimnisvolle Grundstory über alle Bände hinziehen – Potential dazu hat sie auf jeden Fall!

Bewertung: Richtig gute 11/15 Punkten!!!

Verlag: Sieben Verlag
ISBN: 978-3941547353

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4 Gedanken zu “„Night Sky 1 – Sklave des Blutes“ von Stephanie Madea

  1. War das erste Werk von Stephanie und ich lese gerade das Finale. Ich bin sehr angetan von ihrem Schreibstil und der grandiosen Umsetzung.

  2. Hallo liebe Sandra,
    vielen lieben Dank für deine schöne Rezension. Ich freue mich sehr, dass dir der erste Band gut gefallen hat!

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