Ein Mörder treibt in Cedras Hollow sein Unwesen und auch Hazels Mutter fiel ihm zum Opfer. Hazel und ihr Vater trauern, jeder für sich, und in ihrer Ohnmacht vertraut ihm nicht an, dass sie seit der Beerdigung von Alpträumen geplagt wird.
Erst als Dave in ihr Leben tritt, kann sie sich wieder öffnen und fühlt sich verstanden. Dann wird er von einem schwarzhaarigen Jungen angegriffen, der sich hinterher in einen Raben verwandelt und ihre beste Freundin erwacht völlig benommen mit zwei Malen am Hals. In dem Moment ändert sich für Hazel alles, denn auch wenn sie Dave nicht mehr missen möchte, zieht sie auch der geheimnisvolle Corvus in seinen Bann, der Dave zum Todfeind erklärt hat und sich um Hazels Leben sorgt.
Wem kann sie wirklich vertrauen und wer ist für die Angriffe in der Stadt verantwortlich?
„Cedars Hollow“ von Charlotte Schaefer (Sieben Verlag) ist ein nicht wirklich innovativer, an Jugendliche adressierter Mischmasch verschiedener Vampir-Serien mit einem zu großen Anteil an Twilight-Elementen. Aber auch die Seelengefährten /Blutdurst-Stiller von Lara Adrian und Co., ein bisschen muntere Gestaltwandelei sowie ein wenig „Vampire Diaries“ werden mit verarbeitet. Einzig die körperliche Verletzlichkeit der Vampire ist mal eine interessante Abweichung vom gängigen Superhelden-Mythos.
Die Geschichte ist bis auf ein paar kleinere Wendungen zu vorhersehbar und die Charaktere zu stereotyp, um wirklich fesseln zu können. Die einzelnen Szenen sind wie Perlen auf eine Schnur gezogen und greifen nicht ineinander, so dass man das Gefühl bekommt, Charlotte Schaefer hatte eine Checkliste, die es abzuarbeiten galt. Das lässt weder einen rechten Lesefluss noch wirklich Lese-Spaß aufkommen. Immerhin erfährt man direkt in diesem abgeschlossenen Band schon die persönlichen Hintergründe aller Beteiligten und irgendwann kommt es zu einem doch ganz ansprechenden Show-Down, der eine der wenigen mitnehmenden Szenen, eine nicht absehbare Wendung und einen rührenden Überraschungs-Sympathieträger enthält. Ansatzpunkte für eine mögliche Fortsetzung gibt es wohl auch – warten wir doch mal ab!
Fazit: Tierchen statt Glitter – ein leider blasser Bella-Edward-Verschnitt, dessen Story sehr vorhersehbar ist, wild die gängigen Vampir-Universen anderer Autoren mixt, ohne wirklich neuartig zu sein und wenig spannend daher kommt. Kann man lesen, schadet auch nicht, aber da sind die Originale echt empfehlenswerter.
Bewertung: Blutleere 5/15 Punkten!!!
Verlag: Sieben Verlag
ISBN: 978-3940235732