„Das göttliche Mädchen“ von Aimée Carter

Kathrine kehrt mit ihrer totkranken Mutter in deren Heimatstadt Eden zurück, einem gottverlassenen Kaff irgendwo in der Einöde, denn hier möchten sie die noch verbleibende Zeit miteinander verbringen.
Als sie von Ava, der Schulschönheit, böse herein gelegt wird, hat Ava einen tödlichen Unfall. Und wird von dem mysteriösen Henry ins Leben zurück gerufen.
Dann bietet er ihr ein Geschäft an, das in Kates Augen völlig verrückt erscheint. Denn Henry ist in Wahrheit Hades, der Gott der Unterwelt und sie soll zu ihm nach Eden Manor ziehen und sein Wintermädchen werden. Wenn sie es als erste nach Jahrhunderten schafft, die sieben Prüfungen des göttlichen Rates zu bestehen, dann wird er ihr Zeit mit ihrer Mutter gewähren und Kate zu seiner unsterblichen Frau machen.
Was als Kampf um das Leben ihrer Mutter beginnt, entwickelt sich im Laufe der Wochen immer mehr zu einem um ihr eigenes Leben, denn nicht jeder ist begeistert von ihrer Anwesenheit. Und zum Ringen um die aufkeimende Beziehung zu Henry, der noch immer um seine verlorene Liebe Persephone trauert…

„Das göttliche Mädchen“ von Aimée Carter (MiraTB) ist der Auftaktband eines Mehrteilers, der auf den „Götter statt Vampire“-Zug aufspringt – und prompt wieder herunter fällt.

Nach den ersten zwei Kapiteln kann man sich als Leser die Geschichte schon komplett denken, was bei der tollen Idee, die dahinter steckt, eigentlich eine Schande ist. Die Husch-Husch-Auflösung zum Ende hin verstärkt das Gefühl nur noch.
Henry alias Hades ist der obligatorische depressive Held, der aber zu oberflächlich bleibt, als dass man ihn faszinierend finden könnte. Auch Kate bleibt blass und man kann ihr Verhalten die meiste Zeit einfach nicht nachvollziehen. Sie hinterfragt nur wenig, ergibt sich ohne Murren in ihr vermeintliches, da selbstgewähltes, Schicksal. Die wenig glaubwürdige Liebesgeschichte der beiden ist bestenfalls lauwarm zu nennen, denn bei den beiden kommt keinerlei Gefühl rüber – und plötzlich war es Liebe.

Auch wenn Aimée Carter einen flüssigen Stil hat und man das Buch locker runter lesen kann, schafft sie es nicht Spannung aufzubauen: Die Prüfungen fallen irgendwie unter den Tisch und entpuppen sich als göttliche Spielereien, die Feinde tauchen mal auf und wieder ab, ohne dass man wirklich Angst um die Protagonisten entwickeln würde.

Fazit: Viel Potential – schwache Umsetzung. Aus der All-Age-Fantasy rund um die griechischen Götter hätte Aimée Carter einiges herausholen können, leider plätschert sie leise und arg vorhersehbar vor sich hin und ist weder besonders spannend noch emotional fesselnd. Das bleibt nicht im Kopf – auch nicht der Erscheinungstermin von Band 2…

Bewertung: Verdammt blasse 5/15 Punkten!!!

Verlag: Mira Taschenbuch
ISBN: 978-3-86278-326-7

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2 Gedanken zu “„Das göttliche Mädchen“ von Aimée Carter

  1. Carly Pig. sagt:

    Guten Tag,
    Ich muss sagen ich respektiere Ihre Meinung aber ich finde es keinenfalls so schlimm wie Sie es hier beschrieben haben… Ich fand das Buch sehr gelungen und vorallemdem von solch einer jungen Autorin. Mir gefällt es sehr und ich empfehle es zu lesen.
    Ich hab mich sehr in das buch reingefühlt .
    Trotzdem respektiere ich Ihre meinung aber ich denke nicht das es alle es so schlecht finden werden wie Sie.
    Schönen Tag

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