Die beruflich erfolgreiche Mittdreißigerin Anna bricht plötzlich zusammen – zu lange schon quälen sie jede Nacht schlimmste Alpträume, aus denen sie mit immer neuen und immer schwereren Wunden erwacht und sie kann dem Druck ihrer Mutter und des Lebens an sich nicht mehr standhalten.
In Pompeji treffen sich die Anhänger der Zwillingsgötter Apollon und Artemis heimlich, denn sie werden von den Römern verfolgt.
Und 1968 haben die Studentenunruhen auch Köln erreicht und der Hexenzirkel rund um Annemarie und Lydia hat mit Anfeindungen und Intoleranz zu kämpfen.
Anna entdeckt mit Hilfe ihrer Träume die Verbindung zwischen diesen drei Welten und muss sich endlich ihrem Leben stellen und alte Fesseln lösen, um eine Zukunft haben zu können…
„Wunden der Zeit – auf dem Rücken des Nordwinds“ ist ein Zeitreise-Roman von Regina Mengel, der eine junge Frau bei der Bewältigung einer großen Aufgabe aber vor allem auf der Suche nach sich selbst begleitet.
Anna ist dabei in ihrer Zerrissenheit und psychischen Belastung besonders gut getroffen – ihre Panik in Bezug auf die Wunden und die Alpträume, ihre übersteigerten Reaktionen und ihre Suche nach Antworten passen zusammen. Michael Chlodwig allerdings, ihr Psychiater, hat bei aller späteren Entwicklung den Beruf total verfehlt und wirkt daher bis zum Schluss unsympathisch und unglaubwürdig. Dafür gibt es einige überzeugende Nebenfiguren, die der Geschichte gut tun und die eiskalte Maria mag man wirklich nicht im eigenen Leben haben.
Die Handlung in drei Zeitebenen kommt ab dem zweiten Teil im Jahr 1968 richtig in Fahrt, vorher ziehen sich die Erklärungen und Beschreibungen manchmal ein wenig hin und man muss sich in dem Wust an Informationen erst zurecht finden.
Ohne spoilern zu wollen: Das Ende ist vielleicht untypisch für dieses Genre, aber erfrischend anders.
Fazit: Ein Zeitreise-Roman, der neben alten Göttermythen auch ein Sittenbild der 68er-Generation bietet – mit einem liebevollen Blick auf Köln, nicht durchgehend auf dem gleichen Spannungs-Level, zum Ende hin jedoch richtig fesselnd geschrieben.
Bewertung: Gelungene 9/15 Punkten!!!
Verlag: Satzweiss
ASIN: B0079O5HQM
Name: Regina Mengel
Alter: 45
Wohnort: Köln
Berufl. Vorleben/Standbein: Betriebwirtin VWA – Vertrieborientiert, derzeit allerdings Auszeit, um mit dem Schreiben Fuß zu fassen – volle Konzentration darauf, freundlicherweise sponsored bei Göttergatte.
Was hat dich zum Genre Fantasy geführt?
Fantasy, weil ich (gute gemachte) Fantasy selbst sehr gern lese und weil ich mich austoben kann. Ich schreibe aber auch in anderen Genres, Kurzgeschichten zum Beispiel und ein Kinderbuch für Erstleser ist ebenfalls veröffentlichungsreif.
Das „3×3“-Kurzinterview
Drei Bücher, die dich geprägt haben bzw. die man gelesen haben sollte:
„Alice im Wunderland“ und „Der Herr der Ringe“. Mein aktuelles Lieblingsbuch, das man unbedingt gelesen haben sollte: „Die Klavierbrücke“ von Oliver Fehn
Drei Dinge, die für dich zum Schreiben unbedingt notwendig sind:
Zeit, ein Gesprächspartner, der mir beim Plotten als Spiegel dient, neue Eindrücke durch Reisen und neue Menschen
Drei Begriffe, mit denen gute Freunde dich beschreiben würden:
Konsequent (zielstrebig), ehrlich, fröhlich
Homepage/Autorenseite bei FB:
http://www.wortentbrannt.jimdo.com
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Sehr gut, gefällt mir
Vielen Dank!
Danke schön, sehr feine Rezension – gefällt mir.
Gerne – hat dein Buch sich aber auch verdient
[...] Rezension von Sandra von Magische Welten [...]
[...] Eine Rezension von Sandra von Magische Welten [...]